„Was wir mit G8 erreichen wollten, hat nicht funktioniert“…

14.10.2015 | Allgemein

stellt eine Arbeitsagentur-Mitarbeiterin laut Mainpost vom 24.9.2015 fest. Die Abiturienten gingen einfach nicht früher zur Uni. „Die Orientierungslosigkeit sei durch G8 noch größer geworden“, erkennt nach demselben Bericht die Ministerialbeauftragte für Gymnasien in Unterfranken.
Wundert uns das? Haben wir exakt dieses nicht schon vor nun gut elf Jahren prophezeit? Allzu schwierig war es ja nicht.
Die Katze aus dem Sack – und auch das wundert uns nicht – lässt wiederum ein Mitarbeiter der Agentur für Arbeit, der Herr Walla aus Schweinfurt. Der hält – haarscharf am Grundgesetz vorbei – „ein soziales Pflichtjahr“ für eine gute Möglichkeit. Deutlicher kann man’s ja nicht sagen: Ein Jahr schuften statt ein Jahr Bildung. War das nicht von Anfang an das Ziel der Gymnasialzeitverkürzung?
Da wir aber doch alle wissen, dass „gesamtgesellschaftlich“ (Walle) am meisten nützt, was der Wirtschaft guttut, geht BiBa einen Schritt weiter: Wie wär’s mit einem einjährigen unbezahlten Praktikum für alle in deutschen Großbetrieben, VW zum Beispiel?
Gleich direkt in der Wirtschaft. Kein Reichsarbeitsdienst also. Das ist doch überholt.