Verantwortliche Politik?

11.07.2014 | Volksbegehren

Für die SPD sei es „das Ziel, das neunjährige Gymnasium als Regelform zu verankern.“
„Begabte Schüler sollten weiter die Möglichkeit haben, das Abitur bereits nach acht Jahren abzulegen.“ (Beide Zitate laut Schweinfurter Tagblatt vom 02.07., online-Ausgabe, von der Schweinfurter SPD-Vorsitzenden).

Die SPD will also ein G9 mit Wahlmöglichkeit zum G8.
Die SPD lehnt deshalb eine Unterstützung des Volksbegehrens ab und hat einen eigenen Gesetzesentwurf im Landtag eingebracht.
Kann man das verstehen?
Muss man das verstehen?
Dürfen sich die Politiker angesichts eines solchen Verhaltens wirklich über die ständig sinkende Wahlbeteiligung beklagen?
Darf sich die SPD in Bayern über ihre eigene Schwäche beklagen, wenn sie, statt mit Hilfe des Volksbegehrens durchzusetzen, was sie will – nämlich ein G9 mit Wahlmöglichkeit zum G8 – Gesetzesvorschläge im Landtag einbringt, die dieselben Erfolgschancen haben wie die Nominierung Wladimir Putins für den Friedensnobelpreis?